Schroders Emerging Markets Debt Investment Views März 2026
Abdallah Guezour, Head of Emerging Market Debt and Commodities bei Schroders
- EM-Währungen angesichts des Nahostkonflikts unter Druck, rohstoffexportierende Länder in Lateinamerika könnten profitieren
Nach einem starken Jahresauftakt hat der Nahostkonflikt bei Schwellenländeranleihen (EM-Anleihen) zu einer Korrektur geführt. Lokalwährungsanleihen gaben vom Höchststand um 2,8 % nach – gemessen am GBI-EM GD (Government Bond – Emerging Market Index Global Diversified) –, was die Jahresperformance auf +1,4 % drückte. Der Rückgang war überwiegend währungsbedingt. EM-Hartwährungsanleihen zeigten sich robuster: Sie verloren lediglich 1 % und liegen seit Jahresbeginn bei +1,5 %.[1]
Vor den Angriffen hatten wir begonnen, unsere Portfolios auf ein solches Szenario vorzubereiten, insbesondere durch die Reduzierung des Engagements in EM-Währungen, die anfällig für einen Ausverkauf erschienen, nachdem Marktteilnehmer in den letzten Monaten massiv Positionierungen aufgebaut hatten.
Unsere EM-Anleihenportfolios behielten auch ein sehr defensives Engagement im Nahen Osten bei, mit Ausnahme von Ägypten, wo wir weiterhin investiert sind. Ägyptische Vermögenswerte haben in den letzten Monaten starke Erträge erzielt, und trotz der aktuellen Unsicherheiten glauben wir, dass Ägypten relativ gut positioniert ist, um die aktuellen Schocks zu überstehen. Unsere jüngste Forschungsreise nach Kairo, die mit dem Beginn des Konflikts zusammenfiel, hat diesen Eindruck bekräftigt.
Wiederholte US-Angriffe auf den Iran hatten wir zwar als mögliches Szenario einkalkuliert, etwas überraschend waren jedoch:
- der Zeitpunkt: Die diplomatischen Kanäle waren bis kurz zuvor noch offen.
- die iranischen Angriffe auf die Infrastruktur benachbarter Staaten, die nicht unmittelbar am Geschehen beteiligt waren: die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain, Kuwait, Saudi-Arabien und Oman.
Die Lage bleibt äußerst unsicher und unbeständig. Die Erwartung, dass das Ableben von Ayatollah Ali Khamenei und anderer hochrangiger Funktionäre rasch zu einer Deeskalation führen würde, hat sich nicht bestätigt. Das Regime scheint in der Lage zu sein, die Nachfolge zu regeln und seine Autorität zu wahren.
Es besteht daher ein beträchtliches Risiko, dass sich die Situation zu einem anhaltenden regionalen Konflikt ausweitet und/oder der Iran in einen gescheiterten Staat zerfällt, in dem rivalisierende Fraktionen um die Macht kämpfen. Regimewechsel sind in der Region historisch betrachtet selten reibungslos verlaufen.
Diese
Verwerfungen dürften den Aufwärtsdruck auf die Ölpreise aufrechterhalten, geopolitische Risikoprämien auf einem hohen Niveau halten und die globale Risikobereitschaft dämpfen. Wir haben das Risikoniveau in den EMD-Portfolios daher weiter gesenkt und den Score für EM-Währungen von positiv auf neutral herabgestuft. Alle übrigen EM-Segmente werden weiterhin positiv eingestuft. Viele Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie externe Schocks gut verkraften können – dank solider Leistungsbilanzen und geringer Abhängigkeit von kurzfristigem Auslandskapital. Wir setzen weiterhin auf rohstoffexportierende Länder in Lateinamerika. Diese bieten attraktive Bewertungen, sind von den Entwicklungen im Nahen Osten weniger stark betroffen und dürften zugleich von steigenden Rohstoffpreisen profitieren.
Diese Einschätzungen sind in unserer Scorecard zusammengefasst.
[1] Stand: 05.03.2026
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Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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