Capital I „Marktüberblick, 4. März 2026“
Kyle Rodda, Senior Financial Market Analyst, bei capital.com
- •Ein selbstzufriedener Markt wacht endlich auf die Kriegsrisiken auf
- •Zweiseitige Volatilität dürfte aufgrund von Schlagzeilenrisiken anhalten
- •Märkte schwanken, während Händler Inflation und Zinsen neu bewerten
Investmentfonds.de | Ein selbstzufriedener Markt begann, die Risiken eines intensiven und potenziell langwierigen Kriegs im Nahen Osten abzuschätzen. Noch in der vergangenen Woche gab es trotz des militärischen Aufbaus und der Anzeichen, dass dies in den Energiemärkten – ganz zu schweigen von Wettmärkten – eingepreist wurde, praktisch keine Hinweise darauf, dass Aktien, Anleihen und Devisen das Risiko berücksichtigt hatten. Jetzt, zwei Handelstage nach Beginn der Krise, beginnen sich die Dinge endlich zu bewegen. Aus makroökonomischer Sicht besteht das Risiko hier im Ausmaß des Angebotsschocks, den der Krieg verursachen wird. Angesichts der sehr chaotischen Natur der Ereignisse und des starken Anreizes aller Konfliktparteien, jetzt zu eskalieren, könnte diese Unsicherheit eine Weile andauern. Damit ein Angebotsschock, der zumindest einen Preissprung und möglicherweise eine Verlangsamung des globalen Wachstums mit sich bringen wird.
Die Lektion aus der vergangenen Nacht ist, dass die Märkte anfällig für zweiseitige Volatilität sein werden. Einige sehr kräftige Bewegungen, insbesondere bei Rohstoffen, aber auch bei US‑Aktien und Devisenmärkten, wurden teilweise wieder zurückgenommen, nachdem die Trump‑Regierung erklärte, dass sie den Frachtverkehr durch die Straße von Hormus sicherstellen werde. Die Energiemärkte schwankten erheblich aufgrund der Nachricht – Öl fiel von Niveaus zurück, die zuletzt während des 12‑Tage‑Kriegs im Juni des vergangenen Jahres erreicht worden waren. Auch wenn die Nachricht die Bewegung von Fracht marginal erleichtern könnte, verbessert sie die Lage nur am Rand. Die Iraner drohen weiterhin, die Straße zu blockieren. Gleichzeitig bedeutet die Gefahr bei der Durchquerung, dass viele Tanker das Risiko nicht eingehen werden.
Der Grund, warum die Märkte so heftig reagieren, ist, dass sie die inflationären Auswirkungen höherer Energiepreise einpreisen. Am Montag bestand der Trade darin, Aktienmärkte und Währungen energieunsicherer Volkswirtschaften zu verkaufen – oder zumindest solcher, die Netto‑Energieimporteure sind und am stärksten einem Kostenschock ausgesetzt wären. Doch über Nacht weitete sich die Bewegung aus, da die Störungen an den Energiemärkten das Risiko eines deutlichen Anstiegs der Inflation weltweit erhöhen, wobei die Renditen höher neu bewertet wurden, da die Chancen auf zukünftige Zinssenkungen – zumindest in den USA – leicht herausgepreist wurden.
Futures deuten auf eine weitere trübe Eröffnung für die asiatischen Märkte hin, die den Konflikt zum Wochenbeginn voll abbekommen haben. Der Krieg verdrängt nun die meisten anderen Ereignisrisiken, wobei die Märkte weiterhin einer zweiseitigen Volatilität durch anhaltende Schlagzeilenrisiken ausgesetzt sind. Im australischen Handel könnten jedoch die BIP‑Daten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die RBA erheblich beeinflussen. Ökonomen erwarten, dass das jährliche BIP‑Wachstum im Dezember bei rund 2,1 % lag. Sollte der Wert höher ausfallen, könnte dies – angesichts der Stärke des Arbeitsmarkts und einer über dem Ziel liegenden Inflation sowie der Kommentare der RBA‑Gouverneurin in dieser Woche, wonach die März‑Sitzung „live“ sei – die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in diesem Monat erhöhen. Derzeit liegt die implizite Wahrscheinlichkeit bei etwa 30 %.
*** - Anzeige -
Anlageberatung.de
Anlageberatung zu den Unruhen an der Börse.
So geht man sicher durch die Krise.
Wie kann man sein Vermögen am besten durch die Krise bringen?
>>> Hier klicken- Ende Anzeige -
***
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Capital). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Capital).
|
INVESTMENTFONDS.DE |
|
INVESTMENTFONDS.DE | Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.