T. Rowe Price: Rückkehr der Volatilität erfordert Neupositionierung
Arif Husain, Head of International Fixed Income bei T. Rowe Price
Traditionell war die Volatilität für Anleger immer ein entscheidender Faktor.
Seit der Finanzkrise fiel sie jedoch am meisten durch ihre weitgehende Abwesenheit
auf. Doch die absehbar restriktivere Geldpolitik der Zentralbanken, die sich auf-
bauenden politischen Risiken in Teilen der Welt und ein drohender Handelskrieg
könnten die Volatilität wiedererwecken. "Viele Anleger riskieren, überrumpelt
zu werden, wenn sie sich darauf nicht vorbereiten", sagt Arif Husain, Head of
International Fixed Income bei T. Rowe Price.
Die makroökonomische Volatilität werde von Faktoren wie Wachstumsprognosen,
Inflation und Zinsbewegungen bestimmt. Zentralbanken, deren Hauptaufgaben die
Festlegung von Zinssätzen, die Kontrolle der Geldmenge und die Gewährleistung
der Stabilität des Finanzsystems sind, können die Volatilität stark beeinflussen.
"Seit der Finanzkrise haben die Zentralbanken weltweit mehrere Billionen in den
Markt gepumpt, wodurch die Zinsen niedrig und die Liquidität hoch geblieben ist,
was Kreditmärkte und nationale Ökonomien unterstützt hat", erklärt Husain. Stabiles
Wachstum in China sowie ein niedriger Ölpreis hätten das makroökonomische Umfeld
zusätzlich stabilisiert.
Gefesselte Marktkräfte
"Theoretisch hätte die Volatilität in den vergangenen Jahren erhöht sein
müssen. Allein im vergangenen Jahr wurde Donald Trump als Präsident der
Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt, das Vereinigte Königreich löste
Artikel 50 aus, um offiziell aus der Europäischen Union auszutreten, in Europa
fanden mehrere mit Spannung erwartete Wahlen statt, und im Nahen Osten sowie
auf der koreanischen Halbinsel war und blieb die Lage angespannt." Dennoch war
das Jahr 2017 ein bemerkenswert ruhiges Jahr an den Märkten. "Die genannten
Risiken kamen und gingen, ohne für nachhaltige Turbulenzen zu sorgen." Dies
könnte auf den beruhigenden Effekt der Geldpolitik zurückzuführen sein oder
auf die Häufung ungewöhnlicher politischer Ereignisse in den vergangenen Jahren,
die bei Anlegern zu einer gewissen Gelassenheit geführt hätten. Zudem sei die
Zeit sei der Finanzkrise zwar von deutlichen Asset-Preisanstiegen gekennzeichnet
gewesen, nicht aber vom Platzen einer Blase.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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