28.09.2026 13:38
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Finanztest Empfehlung
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Naomi Waistell, Fondsmanagerin bei Newton
Naomi Waistell, Fondsmanagerin im Aktien-Team für Schwellenländer und
Asienfonds bei Newton – Teil von BNY Mellon Investment Management, be-
trachtet den Kurseinbruch an den internationalen Finanzmärkten im Februar
als erfolgreich bestandenen Lackmustest für Schwellenländer:
"Die Korrelation zwischen Schwellenländern und den etablierten Finanz-
märkten wie USA, Japan oder Europa ist heute viel geringer als noch vor
einigen Jahren – auch wenn viele Anleger diese Veränderung noch nicht
wahrnehmen. Es ist nicht mehr so, dass die USA niesen und der Rest der
Welt sich erkältet", sagt Waistell.
Das zeige der Markteinbruch im Februar dieses Jahres: Der Kursabfall
der Schwellenländer von rund 10,2 Prozent von ihrem Hoch im Januar zu
ihrem Tief im Februar hat nahezu den Kursverlauf des S&P500, Nikkei 225,
FTSE100 und Euronext 100 nachgebildet – ganz anders als in ähnlichen
Situationen in den vergangenen Jahren.
Die Gründe: Seit dem "Taper Tantrum", das 2013 eine Schockwelle an den
globalen Finanzmärkten auslöste und insbesondere in den Schwellenländern
Kurseinbrüche verursachte, haben sie sich besser gegen externe Einflüsse
gerüstet. "Die wichtigste Veränderung aus unserer Sicht war, dass viele
Schwellenländer ihre Währung nicht mehr an den Dollar binden. Aber auch
eine geringere Auslandsverschuldung, niedrigere Inflation, ein geringeres
Leistungsbilanzdefizit und Währungsanpassungen spielen eine Rolle",
erklärt Waistell.