29.09.2026 19:10
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Ghadir Abu Leil-Cooper, Head EMEA and Global Frontier Equities
Baring Asset Management, London
In einer Markteinschätzung zum aktuellen Thema Griechenland schreibt
Ghadir Abu Leil-Cooper, Head EMEA and Global Frontier Equities bei Barings:
- Die Situation in Griechenland hat sich über das Wochenende rasch
weiterentwickelt, was zu einer Reihe von Möglichkeiten zum Ausgang der
Lage und den Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit führt
- Zu den wichtigsten Entwicklungen zählt ein Referendum am 5. Juli über
die jüngsten Vorschläge der Geldgeber sowie, als Folge der Entscheidung
der EZB, die Notkredite nicht weiter zu erhöhen, die Einführung von
Kapitalverkehrskontrollen und die Schließung der Banken
- Die Börse in Griechenland bleibt vorerst geschlossen, jedoch dürften
die Entwicklungen Auswirkungen auf andere Märkte haben und für ein erhöhtes
Volatilitätsniveau sorgen
Griechenland: Die Lage verändert sich schnell
Am Wochenende gab es eine Reihe bedeutender Entwicklungen in Griechenland.
Am Freitag kündigte der griechische Premierminister ein Referendum an, in
dem die griechischen Bürger über die jüngsten Reformvorschläge der Geldgeber
des Landes entscheiden sollen. Das Referendum wurde vom Parlament beschlossen
und soll am 5. Juli stattfinden. Die Regierung rief zu einer Abstimmung mit
"Nein" auf, sagte jedoch die Umsetzung der Konsequenzen im Falle einer
"Ja"-Entscheidung zu.
Am Samstag entschieden die Gläubiger, den Antrag der griechischen Regierung
auf eine Verlängerung des derzeitigen Hilfsprogramms abzulehnen. Somit werden
nach dem 30. Juni von dieser Seite keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung
stehen. Am Sonntag entschied die Europäische Zentralbank, die Notkredite für
Griechenland nicht zu erhöhen. Damit bleibt die Obergrenze auf dem Niveau
von 89 Mrd. Euro.